Bildungsort

Gebildet wird Serotonin im Hypothalamus und im Hirnstamm. Die höchsten Serotoninwerte finden wir im Magen-Darm-Trakt, in verschiedenen Blutzellen, hauptsächlich in den Thrombozyten, und im zentralen Nervensystem.
Auch Pflanzen bilden das Gewebshormon Serotonin. So sollen Walnüsse einen erstaunlich hohen Serotoninwert haben, ebenso Kakao und Bananen. Allerdings kann durch Nahrung direkt kein Serotonin aufgenommen werden. Hier führt der Umweg über den Geschmack und das Wohlgefühl.
Die Serotoninbildung erfolgt aus der Aminosäure Tryptophan und Vitamin B6.
Nach der Freisetzung im Körper wird es wieder resorbiert und abgebaut.

Störungen im Serotoninhaushalt und die Folgen

Die Ursachen für Serotoninmangel können vielfältig sein. Bestimmte Tumoren, Mangelernährung, chronische Entzündungen, anhaltende Schmerzzustände und Stress zählen dazu. Und sie können auf Dauer das Hormongleichgewicht zu ungunsten des Serotoninspiegels verändern.

Ein Mangel an Serotonin macht sich meist zuerst in körperlichen Symptomen bemerkbar.
Ein dauerhaft hoher Blutdruck, Schafstörungen, verändertes Essverhalten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Kopfschmerzen und Störungen im Magen-Darm-Trakt können die ersten Anzeichen sein. Eine symptomatische Behandlung bringt kaum oder nur kurzfristig Abhilfe und Linderung.
Später folgen Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche, anhaltende Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder übermäßiger Appetit, Gemütsstörungen und unklare chronische Schmerzzustände.
In der Summe können sich all diese Symptome zu einer schweren Depression oder ähnlichen Störungen auswachsen, deren Ursache unbedingt von einem Spezialisten auf den Grund gegangen werden sollte.